Kastration

 

Warum ist sie so wichtig ? Wir müssen es Ihnen erklären:

Bitte lesen Sie dieses Kapitel gut durch - es ist sehr, sehr wichtig !!

Wenn alle Menschen, die eine Katze adoptieren, dies beherzigen würden, dann gäbe es viel, viel weniger Leid. Die Tierheime wären nicht randvoll mit unerwünschten, überflüssigen Tieren. Katzen wären "etwas wert" und nicht mehr : "eine Katze bekommt man doch an jeder Ecke nachgeschmissen" - denn so ist es wirklich heutzutage, leider......

Und um dies zu ändern, ist der EINZIGE VERNÜNFTIGE WEG aus dem Dilemma ---- die Kastration.

Es schützt die Tiere, die bereits vorhanden sind und verhindert, dass weiteres Elend entsteht.

Ich danke Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie darüber in Ruhe nachdenken BEVOR Sie Ihre Katze unkastriert nach draussen lassen und sie dann mit 6 Babies ankommt, die Sie nicht behalten können und die dann irgendwann im Tierheim oder beim KSL landen, wenn sie Glück haben... Oder Ihr  unkastrierter Kater die streunenden weiblichen Katzen im weiten Umkreis "beglückt"...

Das möchten Sie sicher nicht und ich auch nicht, ich freue mich übrigens über Ihre Meinung zu dem Thema, schreiben Sie  einfach Ihre Gedanken oder auch Fragen dazu an :

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Die Kastration der Kätzin bzw. des Katers ist unerläßlich. Einen unkastrierten Kater in der Wohnung zu halten, ist wegen des starken Uringeruchs nicht möglich. Er grenzt seinen Bezirk ab und beginnt zu markieren. Nach der Kastration hört nach 1-2 Wochen der Katergeruch auf - erst dann ist er übrigens unfruchtbar. Die Kastration des Katers erfolgt am besten nach Eintritt der Geschlechtsreife etwa mit neun bis zehn Monaten oder auch früher, spätestens also sofort nach dem ersten Markieren (den Geruch erkennt man!).
Später kann ein Kater in jedem Alter kastriert werden. Die Kastration des freilaufenden Katers ist noch viel wichtiger, weil er sonst viele Jungtiere zeugt, die niemand haben will, die elend sterben oder die später Opfer des Katzenfängers werden. Außerdem grenzt er auch im Freien seinen Bezirk an fremden Häusern und Wohnungen ab und wird wegen seines Geruchs und seiner nächtlichen Gesänge verfolgt. Ein unkastrierter Kater hat ein Revier von bis zu 20 km !!! und läuft so auch leider viel eher Gefahr, überfahren, erschossen, eingefangen oder verletzt zu werden ! Die Kastration ist ein kleiner Eingriff und in der Regel am nächsten Tag "vergessen".

Daß man die Kätzin kastrieren sollte, die den zahlreichen unerwünschten Nachwuchs zur Welt bringt, versteht sich besonders für Denjenigen von selbst, der das Elend der vielen herrenlosen und ausgesetzten Katzen kennt. Außerdem ist die Rolligkeit weder für das Tier noch für den Besitzer (oder für die Nachbarn) schön. Der Kätzin werden vom Tierarzt - unter Vollnarkose - die Eierstöcke entfernt. Dies geschieht durch einen kleinen Schnitt unter dem Bauch. Nach zwei Tagen ist die Kätzin normalerweise wieder munter. Kätzinnen sollten nicht vor der ersten Rolligkeit (ca. mit 5-7 Monaten) und nicht im hohen Alter kastriert werden, da die anschließende Hormonumstellung sich nachteilig auf die Psyche der Katze auswirken kann.

 

Jetzt noch einige Punkte, die Sie unbedingt einhalten sollten, um Ihrem Tier diesen Eingriff zu erleichtern :

 

1.) Die Katze/Der Kater muß vor der Operation mindestens 10 Stunden nüchtern sein
(Wasser darf sie bis kurz vor der OP haben !)


2.) Der Transport zum Tierarzt erfolgt NUR in einem sicheren verschließbaren, ausreichend großen Korb. Es muß gewährleistet sein, daß das Tier nach der Operation ausgestreckt bequem darin liegen kann.


3.) Wichtig - Nicht vergessen: Eine Tätowierung in beiden Ohren ist auch erforderlich bei Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden (Wichtig bei Verlust der Katze durch Weglaufen). Dies kann jedoch nur in Vollnarkose gemacht werden. Deshalb sollte man die Tätowierung mit der Kastration verbinden.


4.) Die Katze sollte nach dem Eingriff solange wie möglich im verschlossenen, mit einem Tuch/einer Decke abgedeckten Korb bleiben, am besten in einem ruhigen, abgedunkelten, warmen Raum. Solange die Körperfunktionen noch nicht wieder völlig intakt sind, kann die Katze sich ansonsten verletzen. Die Aufwachphase beträgt in der Regel 6 - 8 Stunden.


5.) Am gleichen Tag füttert man nicht, sondern gibt nur Wasser, da aufgrund der Nachwirkung der Narkose der Magen gereizt ist. Am nächsten Tag kann man wieder normal füttern.

Ein operativer Eingriff ist zwar nie erfreulich, jedoch gibt es zur Kastration leider keine Alternative - schaut Euch die Grafik oben nochmal in Ruhe an !!! Der einzige Weg wäre bei der weiblichen Katze, sie permanent mit einer Verhütungspille zu versorgen - dies ist aber neben dem finanziellen Aspekt keine sichere Methode, da die Pille immer pünktlich gegeben werden muss und oftmals ist gerade dann die Katze mal unterwegs... Außerdem sind Hormone über Jahre nicht nur für Menschen ungesund... Die Kastration ist also der einzige vernünftige Weg, wenn man ein verantwortungsvoller Tierbesitzer ist !

 

 

BITTE HELFT MIT, DAS KATZENELEND IN  UNSEREN STÄDTEN / DÖRFERN ZU MILDERN !!!